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Logomatten im Eingang: Markenauftritt und Arbeitsschutz vereinen

Eine Logomatte gehört zu den ersten Dingen, die Besucher beim Betreten eines Gebäudes wahrnehmen. Sie transportiert das Firmenlogo genau dort, wo Besucher ihren ersten Blick auf den Eingangsbereich richten, und hält gleichzeitig Schmutz und Nässe zurück. Genau diese Doppelrolle macht sie anspruchsvoll: Sie muss den Markenauftritt repräsentieren und zugleich die Anforderungen des Arbeitsschutzes nach ASR A1.5 erfüllen, ohne selbst zur Stolperfalle zu werden. Dieser Beitrag zeigt, wie sich beides vereinen lässt, worauf es bei Material, Druck und Verlegung ankommt und was eine Logomatte kostet.

Individuell bedruckte Logomatte mit Firmenlogo im Eingangsbereich eines Bürogebäudes, bündig verlegt

Die Doppelrolle der Logomatte

Die Logomatte verbindet zwei Funktionen, die sonst getrennt gedacht werden: Sie ist Werbeträger und Sicherheitsausstattung in einem. Als Werbeträger empfängt sie Besucher mit dem Firmenlogo, einem Willkommensgruß oder einer Markenbotschaft und prägt damit den ersten Eindruck. Als Sauberlaufmatte fängt sie Schmutz und Feuchtigkeit ab, schützt die dahinterliegenden Böden und reduziert die Rutschgefahr im Eingangsbereich.

Diese Kombination ist der eigentliche Reiz, aber auch die Quelle typischer Fehler. Wer nur an die Optik denkt, wählt eine Matte, die schön aussieht, aber zu kurz ist, schlecht Feuchtigkeit aufnimmt oder verrutscht. Wer nur an die Funktion denkt, verschenkt die werbliche Wirkung der prominentesten Bodenfläche des Gebäudes. Hinzu kommt, dass der Eingang die einzige Fläche ist, die jeder Besucher zwangsläufig betritt und dabei sekundenlang im Blick hat, eine Fläche mit hoher Aufmerksamkeit, die in anderen Medien erhebliche Werbekosten verursachen würde. Eine gute Logomatte erfüllt beides gleichzeitig, und das gelingt nur, wenn Design und Arbeitsschutz von Anfang an zusammen geplant werden.

Hersteller wie COBA Europe bieten Logomatten in mehreren Qualitäten an, vom günstigen Werbeträger für Messen bis zur langlebigen Sauberlaufmatte für stark frequentierte Eingänge. Die Wahl der richtigen Qualität hängt davon ab, welche der beiden Funktionen im Vordergrund steht.

Was die ASR A1.5 für Eingangsmatten verlangt

Eingangsmatten in Arbeitsstätten unterliegen der Technischen Regel für Arbeitsstätten ASR A1.5 „Fußböden". Sie verlangt in Abschnitt 6, dass Gebäudeeingänge so eingerichtet werden, dass eingetragener Schmutz und Nässe nicht zu Rutschgefahren führen, und nennt dafür eine Sauberlaufzone mit einer Mindestlänge von 1,5 Metern über die gesamte Durchgangsbreite. Diese Anforderung gilt unabhängig davon, ob die Matte bedruckt ist oder nicht. Auch Logomatten müssen dieselben Anforderungen erfüllen wie jede andere Sauberlaufmatte.

Zentral ist die Vorgabe, dass die Sauberlaufzone gegen Verrutschen gesichert sein muss und keine Stolperstellen bilden darf, etwa indem sie bündig mit dem angrenzenden Boden abschließt. Als Bereits Höhenunterschiede von mehr als vier Millimetern können unter ebenen Bedingungen als Stolperstelle gelten.. Eine lose aufgelegte Logomatte mit dicker, aufstehender Kante kann dieses Kriterium verfehlen, wenn sie nicht flach aufliegt oder verrutscht.

Die im Mai 2025 in Kraft getretene Neufassung der ASR A1.5 hat die Anforderungen an die Barrierefreiheit geschärft. Matten sollen rutschfest verlegt sein, damit sie mit Rollstühlen, Rollatoren und Gehhilfen sicher befahrbar sind, und Bodenbeläge wie Sauberlaufzonen sollen ebenmäßig und kurzflorig sein, um den Rollwiderstand gering zu halten. Außerdem sollen sich Fußböden visuell kontrastreich abheben und reflexionsarm sein. Für die Logomatte bedeutet das: ein flacher, kurzfloriger Aufbau und ein Design, das Kontraste bewusst einsetzt, statt durch glänzende Flächen zu blenden. Hinweise zur barrierefreien Gestaltung von Empfangs- und Eingangsbereichen geben auch die Arbeitshilfen der DGUV zur Barrierefreiheit.

Material und Aufbau: Was eine gute Logomatte ausmacht

Eine repräsentative Logomatte muss den täglichen Tritt aushalten, das Druckbild über Jahre farbecht halten und zugleich Feuchtigkeit aufnehmen. Das gelingt nur mit dem passenden Aufbau. Der Flor besteht typischerweise aus einem Nylon- oder Polyamid-Polyester-Mischgewebe, das druckfähig, abriebfest und farbstabil ist. Hochwertige Garne behalten ihre Brillanz auch nach vielen Begehungen und Wäschen.

Die Rückseite ist für die Sicherheit entscheidend. Ein Rücken aus Nitrilgummi (NBR) sorgt dafür, dass die Matte rutschfest liegt und nicht verrutscht, was direkt auf die ASR-Anforderung einzahlt. Die Feuchtigkeitsaufnahme einer bedruckten Sauberlaufmatte liegt herstellerabhängig bei rund 2,5 Litern pro Quadratmeter; reine Werbematten für den kurzfristigen Messeeinsatz nehmen weniger auf. Viele hochwertige Logomatten sind bei 40 Grad waschmaschinengeeignet, was die Pflege im eigenen Haus erleichtert.

Beim Druckverfahren dominiert der Digitaldruck, der praktisch beliebige Logos, Farbverläufe und Fotomotive ermöglicht. Daneben gibt es Verfahren mit einer festen Farbpalette: Bei COBA stehen beispielsweise 60 Farben zur Auswahl, von denen sich bis zu sechs auf einer Matte kombinieren lassen. Für ein sauberes Druckergebnis sollte das Logo als Vektordatei (PDF, AI oder EPS) vorliegen; aus einer einfachen Bilddatei lässt sich zwar ebenfalls eine Vorlage erstellen, das Ergebnis ist aber weniger scharf.

Corporate Design auf dem Boden umsetzen

Eine Logomatte ist Teil des Corporate Designs und sollte sich an den Gestaltungsrichtlinien des Unternehmens orientieren: korrekte Hausfarben nach dem Farbleitsystem, das Logo in der freigegebenen Form und gegebenenfalls ein Claim. Der Boden hat dabei eine eigene Perspektive, die in der klassischen Markenführung oft fehlt. Das Motiv wird aus dem Stand von oben betrachtet, häufig im Vorbeigehen und aus wechselnden Blickwinkeln.

Daraus folgen einige Gestaltungsregeln. Das Motiv sollte aus mehreren Richtungen funktionieren oder klar auf die Hauptlaufrichtung ausgerichtet sein. Feine Linien und sehr kleine Schrift gehen im groben Flormaterial unter, weshalb klare Formen und ausreichend große Elemente besser wirken. Kontraste zwischen Logo und Hintergrund erhöhen nicht nur die Lesbarkeit, sondern unterstützen auch die in der ASR geforderte visuelle Wahrnehmbarkeit. Wichtig ist außerdem, ausreichend Rand um das Logo zu lassen, damit das Motiv nicht bis an die abriebgefährdete Kante reicht.

Ein praktischer Punkt ist das Verhältnis von Logo zu Mattenfläche. Soll die Matte zugleich ihre Sauberlauf-Funktion erfüllen, darf das Motiv die Lauffläche nicht dominieren: Es braucht freie, unbedruckte Bereiche, in denen die Schuhe tatsächlich abgestreift werden. Eine vollflächig bedruckte Matte sieht zwar plakativ aus, reinigt aber oft schlechter, weil die Druckschicht die Saug- und Abstreifwirkung des Flors mindern kann. Die Faustregel lautet daher: Logo prominent, aber nicht flächendeckend, und die übrige Fläche der eigentlichen Reinigungsaufgabe überlassen.

Welche Qualität für welchen Zweck

Je nach Einsatzbereich unterscheiden sich Logomatten erheblich in Aufbau, Haltbarkeit und Sauberlaufwirkung. Je nach Einsatzzweck unterscheiden sich Aufbau, Lebensdauer und Preis erheblich. Die folgende Übersicht ordnet die gängigen Varianten ein.

Variante Einsatz Sauberlauf-Funktion Lebensdauer
Werbematte (leicht) Messe, Aktion, kurzfristig gering kurz
Standard-Logomatte Büro, Praxis, Empfang gut mehrere Jahre
Premium-Sauberlaufmatte stark frequentierter Eingang sehr gut lang
Logomatte im Alu-Rahmen repräsentativer Haupteingang sehr gut, austauschbar sehr lang

Für die meisten Büro- und Verwaltungseingänge ist die Standard-Logomatte die richtige Wahl: gute Sauberlauf-Funktion, repräsentatives Druckbild, vertretbarer Preis. Im stark frequentierten Haupteingang lohnt die Premium-Variante oder eine in einen Alu-Rahmen eingelassene Matte, deren bedruckte Einlage sich bei Abnutzung tauschen lässt. Reine Werbematten gehören auf die Messe, nicht in den dauerhaft genutzten Eingang.

Die häufigsten Fehler bei Logomatten

In der Praxis scheitern Logomatten selten am Druck, sondern an der Planung. Vier Fehler treten besonders oft auf.

Zu kurz für die Sauberlauf-Funktion: Eine schöne, aber zu kurze Matte erfüllt weder die ASR-Mindestlänge noch ihre Reinigungsaufgabe. Die Logomatte sollte mindestens 1,5 Meter lang sein, idealerweise als Teil einer längeren Sauberlaufzone. Stolperkante durch lose Verlegung: Eine dicke Matte, die nur lose aufliegt und an den Rändern aufsteht, kann die Vier-Millimeter-Grenze überschreiten. Hier helfen flache Mattenkanten, ein Alu-Rahmen oder eine rutschfeste Rückseite, die ein Verrutschen verhindert.

Werbematte im Dauereinsatz: Eine leichte Messematte nutzt sich im täglichen Eingangsverkehr schnell ab und nimmt kaum Feuchtigkeit auf. Design ohne Bodenperspektive: Feine Schrift, kleine Logos und kontrastarme Farben gehen im Flor unter. Wer das Motiv für die Betrachtung von oben und aus mehreren Richtungen gestaltet, vermeidet ein verwaschenes Erscheinungsbild.

Pflege: Wie das Druckbild lange brillant bleibt

Eine Logomatte ist eine Investition in den Markenauftritt, und ihre Wirkung steht und fällt mit der Pflege. Eine verschmutzte oder verblasste Matte sendet das genaue Gegenteil der beabsichtigten Botschaft. Die gute Nachricht: Hochwertige Logomatten sind auf regelmäßige Reinigung ausgelegt und behalten bei richtiger Behandlung über Jahre ihre Farbbrillanz.

Im Alltag genügt regelmäßiges Absaugen, um losen Schmutz und Staub aus dem Flor zu entfernen, bevor er sich festsetzt und das Druckbild stumpf wirken lässt. Je nach Frequenz ist eine gründlichere Reinigung in Intervallen sinnvoll. Viele Logomatten lassen sich bei 40 Grad in der Maschine waschen, was die Aufbereitung im eigenen Haus ermöglicht, sofern eine ausreichend große Maschine vorhanden ist. Wichtig ist, die Pflegehinweise des Herstellers zu beachten: zu hohe Temperaturen oder aggressive Reiniger können Farben und Nitrilrücken angreifen.

Ein praktischer Vorteil der eingelassenen Variante im Alu-Rahmen ist die tauschbare Einlage. Nutzt sich der bedruckte Bereich nach Jahren ab, muss nicht das gesamte System ersetzt werden, sondern nur die Einlage. Das senkt die Folgekosten an stark frequentierten Eingängen spürbar und hält den Markenauftritt dauerhaft frisch.

Kosten und Beschaffung

Logomatten werden in der Regel als Maßanfertigung kalkuliert, weshalb der Preis von Größe, Qualität, Druckaufwand und Stückzahl abhängt. Hersteller wie COBA arbeiten dabei mit einer individuellen Preisanfrage statt fester Listenpreise. Die folgenden Richtwerte für den deutschen Markt 2026 geben dennoch eine Orientierung; sie verstehen sich netto pro Matte für gängige Formate.

Variante Richtpreis (netto) Bemerkung
Werbematte (leicht, klein) ca. 50 bis 120 € kurzfristiger Einsatz
Standard-Logomatte (z. B. 85 × 150 cm) ca. 120 bis 250 € Büro, Empfang
Premium-Sauberlaufmatte ca. 200 bis 450 € hohe Frequenz
Logomatte im Alu-Rahmen ab ca. 400 € zzgl. Einbau Einlage tauschbar

Beim Kauf fallen die Kosten einmalig an, danach gibt es keine laufenden Gebühren. Alternativ bieten Textildienstleister Logomatten im Mietservice an, allerdings meist mit einer Vertragsbindung von rund drei Jahren. Wer ein Logo dauerhaft zeigen will, sollte den Kauf gegen die Dreijahresmiete rechnen, da die Mietsumme den Kaufpreis über die Laufzeit in der Regel deutlich übersteigt. Üblich ist eine Lieferzeit von wenigen Werktagen nach Freigabe des digitalen Entwurfs.

Marktüberblick und ein Blick über die Grenze

Der deutsche Markt für Logomatten ist breit aufgestellt. Neben COBA Europe bieten spezialisierte Anbieter wie Floortex mit der Logotex-Reihe, GDmats oder reine Online-Konfiguratoren wie eingangsmatten.com individuell bedruckte Matten an. Die textilen Mietdienste wie CWS und Mewa führen Logomatten im Abonnement. Die Anbieter unterscheiden sich vor allem in Druckverfahren, verfügbaren Qualitäten und der Frage Kauf oder Miete.

International zeigt der angelsächsische Markt, wie eng Markenauftritt und Eingangsmatte zusammengedacht werden. In vielen britischen und US-amerikanischen Filialkonzepten ist die bedruckte Eingangsmatte ein fester Bestandteil des Corporate-Design-Handbuchs, mit definierter Position, Größe und Farbe für jeden Standort. Diese frühe und verbindliche Einplanung sorgt dafür, dass die Matte überall einheitlich wirkt und zugleich groß genug ist, um ihre Sauberlauf-Funktion zu erfüllen. Für deutsche Unternehmen mit mehreren Standorten ist das ein nachahmenswertes Vorbild: die Logomatte nicht als nachträgliches Accessoire, sondern als geplantes Element des Markenauftritts zu behandeln.

Checkliste: Logomatte richtig planen

Planungs-Checkliste für die Logomatte

☐ Funktion geklärt: dauerhafte Sauberlaufmatte oder kurzfristige Werbematte
☐ Mindestlänge von 1,5 m nach ASR A1.5 eingehalten
☐ Volle Durchgangsbreite abgedeckt
☐ Bündige, flache Verlegung ohne Stolperkante (max. 4 mm Höhenunterschied)
☐ Rutschfeste Rückseite (z. B. Nitrilgummi) gegen Verrutschen
☐ Kurzfloriger, ebenmäßiger Aufbau für Barrierefreiheit
☐ Ausreichende Feuchtigkeitsaufnahme für den Standort
☐ Logo als Vektordatei (PDF, AI, EPS) bereitgestellt
☐ Hausfarben und Logoform nach Corporate Design geprüft
☐ Motiv für die Betrachtung von oben und aus mehreren Richtungen gestaltet
☐ Ausreichend kontrastreich und reflexionsarm gestaltet
☐ Qualität zum Einsatzzweck passend gewählt
☐ Kauf gegen Dreijahresmiete gerechnet
☐ Reinigungs- oder Tauschkonzept festgelegt
☐ Digitalen Entwurf vor Produktion freigegeben

Die Logomatte ist eine der wenigen Maßnahmen, die Markenauftritt und Arbeitsschutz in einem Produkt vereint. Wer sie von Anfang an als beides plant, als Werbeträger und als normgerechte Sauberlaufmatte, bekommt einen Eingang, der einen guten ersten Eindruck macht, die Böden schützt und die Anforderungen der ASR A1.5 erfüllt. Materialqualität, fachgerechte Verlegung und ein durchdachtes Design entscheiden darüber, ob eine Logomatte über Jahre hinweg ihre repräsentative und funktionale Wirkung behält.

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